Sonntag, 19. Mai 2013

Tartelette aux fraises



Was für ein schöner Sonntag, die Sonne scheint, morgen ist auch noch frei UND es ist World Baking Day. Gibt es etwas besseres?? Am liebsten wäre mir ja, wenn jeder Monat ein Mai wäre, zumindest, was die Feiertage angeht :-) 
Ende des Monats fahre ich auch mal wieder nach Paris. Leider nur für einen Tag, aber ich freu mich jetzt schon wie verrückt darauf. Durch Zufall habe ich mir, bei meinem letzten Kochbuch shoppen, das Buch „Sweet Paris“ gekauft (eigentlich nur, weil die Wörter „Sweet“ und „Paris“ darauf standen, darin geblättert hatte ich vorher nicht). Neben ein paar Rezepten, natürlich nur Süßes, gibt der Autor Tipps wo man welche Leckerei am besten kauft. Leider bin ich so jemand, ich muss dann da auch überall hin (sehr zum Leidwesen meines Freundes...) und mich davon überzeugen, ob es stimmt. Daher wird der nächste Paristrip ganz im Zeichen von „Sweet Paris“ stehen, ich werde von einer Patisserie zur nächsten laufen, evtl. bei der einen oder anderen Chocolaterie einen kleinen Zwischenstop einlegen und zwischendurch (hoffentlich) jede Menge neue, kleiner Läden und andere Dinge entdecken. Los geht die Tour im 1er Arrondissement, mal schauen wie weit ich komme. Und damit ich keinen Zuckerschock erleide, wenn ich in Paris bin, dachte ich mir, wäre es ganz gut schon mal mit die ein oder andere Leckerei zu probieren (außerdem brauche ich ja auch den direkten Geschmacksvergleich) :-)
Daher gibt es heute: Tartelette aux fraises (Erdbeertörtchen, auf französisch klingt es aber viel hübscher).


Für die Pâte Sucrée braucht ihr:
(Rezept aus: Ladurée, Sucré The Recipes)

120 g kalte Butter
70 g gesiebten Puderzucker
25 g gemahlene Mandeln
1 Prise Salz
1 Vanilleschote
1 Ei
200 g gesiebtes Mehl

Ich habe den Teig mit der Küchenmaschine gemacht, ihr könnt es aber genauso gut mit den Händen machen, macht sogar mehr Spaß!
Butter in kleine Stücke schneiden und die restlichen Zutaten nach und nach unterrühren. Den Teig zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie einwickeln. Nun sollte der Teig für mindestens 2 Stunden, besser noch über Nacht, im Kühlschrank ruhen. 
Den Teig portionsweise ausrollen (bei mir hat der Teig für 8 kleine Tartelettes gereicht) und in die Förmchen geben. Nochmals für 30 Minuten in den Gefrierschrank geben.
Den Backofen auf 175°C vorheizen und die Böden für 15 - 20 Minuten blindbacken. Anschließend auskühlen lassen.

Für die Konditorcreme braucht ihr:
(Rezept abgewandelt aus: Das grosse Buch der Desserts)

40 g Speisestärke
150 g Zucker
4 Eigelbe
1/2 l Milch
Mark 1 Vanilleschote
(evtl. 1 - 2 Blatt Gelatine)

Die Speisestärke mit der Hälfte des Zuckers, den Eigelben und 1/8 l Milch verrühren.
Die restliche Milch mit dem restlichen Zucker, der Vanilleschote und dem Vanillemark aufkochen und für 10 Minuten ziehen lassen. Die Milch nochmals aufkochen, die Eimischung zugeben und für ca. 5 Minuten (dabei ständig rühren!) köcheln lassen. Die Masse sollte nun angedickt sein. Für meinen Geschmack war die Masse nicht fest genug um sie in die Tartelettes zu füllen, daher habe ich noch 2 Blatt Gelatine zugegeben. Das könnt ihr aber machen wie ihr das am liebsten mögt. Die Creme nun etwas abkühlen lassen.

Zum Schluss die Creme in die Tartelettes füllen und die Erdbeeren darauf verteilen. Wer mag kann die Erdbeeren noch mit etwas Erdbeersauce bestreichen, dadurch erhalten sie einen schönen Glanz. Für die Sauce einfach ein paar Erdbeeren mit etwas Zucker weichkochen.


Und, was gibt es bei euch am heutigen World Baking Day?

Habt noch ein schönes langes Wochenende!
Eure Simone!

P.S. Wer Tipps für Paris hat, immer her damit :-)


Donnerstag, 9. Mai 2013

Rhabarbercupcake zum Vatertag


Letzte Woche habe ich diesen Buchladen geplündert. Leider muss der weltbeste Koch- und Backbuchladen schließen, daher gibt es noch bis Ende Mai 50 % auf alle Bücher. Schade, das sich so ein toller Laden nicht halten konnte.  Bei meiner Plünderung habe ich auch das Buch: 130 Gramm Liebe von Renate Gruber erstanden. Viele von Euch werden schon von dem Buch gehört haben, wohl nur Gutes, denn es ist wirklich toll. Die Rezepte sind aufgeteilt in Sponge und Topping und so kann jeder nach Lust und Laune seine eigenen Cupcakes kreieren.  Für die heutigen Rhabarbercupcakes habe ich mich vom Heidelbeer - Topping inspirieren lassen und es ganz klassich mit einem Vanillesponge kombiniert.


Für das Rhabarberpüree:
(am besten einen Tag vorher herstellen)
130 g Rhabarber
65 g Gelierzucker 1:2

Rhabarber klein schneiden und mit dem Gelierzucker unter Rühren aufkochen lassen. Das ganze für weitere 10 Minuten köcheln und über Nacht abkühlen lassen. Die Masse am nächsten Tag evtl. pürieren.

Für  den Vanille – Sponge:
3 Eier (M)
170 g Zucker
1 Prise Salz
1 TL Zitronenzesten
1 EL Vanillezucker
40 g saure Sahne
45 ml Sonnenblumenöl
170 g Mehl
1 TL Backpulver

Den Ofen auf 180°C vorheizen.
Eier, Zucker, Salz, Zitronenzesten und Vanillezucker schön schaumig schlagen. Die saure Sahne und das Sonnenblumenöl zugeben und kurz unterrühren. Mehl mit Backpulver sieben und vorsichtig mit einem Spatel unter die Eimasse heben.
Die Masse auf 12 Muffinförmchen verteilen und für 20 - 30 Minuten backen.
Ich habe den heißen Sponge nach dem Backen noch mit Rhabarbersirup eingepinselt.

Für das Topping:
250 g Mascarpone
180 g Rhabarberpüree
50 g Puderzucker
250 g 20% Quark
3 EL Puderzucker
2 Blatt Gelatine

Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Mascarpone, Rhabarberpüree, Puderzucker und Quark auf höchster Stufe mixen. Die eingeweichte Gelatine ausdrücken und in einem kleinen Topf erwärmen und auflösen. Nach und nach die Mascarponecreme unterrühren, achtet darauf, das alles gut vermengt ist, damit später keine Klümpchen in der Masse sind. Die Masse für einige Stunden in den Kühlschrank stellen, so lange, bis die Masse anzieht.
Das Topping mit Hilfe eines Spritzbeutels auftragen.
Genießen!

Nach dem durchblättern des Backbuches steht fest, ich muss unbedingt mal nach Wien in Renates Cupcakecafé. Mal schauen, wann es klappt.

Habt noch einen schönen freien Donnerstag!







Mittwoch, 8. Mai 2013

Spinattörtchen


Für mich gibt es in den nächsten Tagen leider nur Schonkost. Für euch gibt es leckere Spinattörtchen.  Die Törtchen habe ich letzte Woche gemacht, zum Glück, denn da konnte ich sie auch noch probieren :-) Man kann sie kalt und warm essen und mit einem Salat sind sie perfekt für ein leichtes Mittagessen.


1 Packung Blattspinat (TK oder 1 kg frischer Spinat)
Salz, Pfeffer, Muskatnus
Yufka – Blätter
2 Knoblauchzehen, gehackt
1 Zwiebel, in Würfel geschnitten
100 ml Sahne
150 ml Milch
3 Eier
Camembert

Den Blätterteig in ein Sieb geben und über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen evtl. noch weitere Flüssigkeit herausdrücken. Wer frischen Spinat nimmt, braucht dies natürlich nicht machen. Dafür sollte man frischen Spinat kurz andünsten und dann die Flüssigkeit herausdrücken.
Den Backofen auf 190°C vorheizen. Ein Muffinblech ausbuttern. Je nachdem wie groß eure Yufkablätter sind, diese etwas kleiner schneiden, so dass sie in die Mulden passen. Ich habe quadratische Blätter aus dem türkischen Supermarkt verwendet. Da die Blätter sehr dünn sind, nehmt ihr am besten mehrere Lagen. Ich habe drei genommen, die einzelnen Blätter mit flüssiger Butter eingepinselt und in die Mulden hineingelegt.
Den Spinat, egal ob TK oder frisch, mit Knoblauch und Zwiebeln mischen. Wer es etwas würziger mag, kann noch gewürfelten Schafskäse untermischen. Mit wenig Salz & Pfeffer würzen und auf die Vertiefungen verteilen.


Sahne, Milch, Eier, etwas Salz, Pfeffer und Muskatnuss verrühren und über den Spinat gießen.
Die Törtchen für 20 – 25 Minuten backen. Den Camembert in Scheiben schneiden und auf den Törtchen verteilen. Nochmals für 5 bis 10 Minuten in den Ofen geben, so lange, bis der Käse schön geschmolzen  und leicht braun ist.


Anschließend genießen, aber Vorsicht, direkt aus dem Ofen sind sie sehr heiß :-)


 Wünsche Euch einen schönen Mittwoch.

Sonntag, 5. Mai 2013

Sommerzeit is(s)t Eiszeit

Bevor es gleich zur 1. Grillparty des Jahres (mit Sonnenschein) geht, gibt es hier noch schnell zwei Rezepte für superleckeres


Man braucht zwar etwas Zeit, bis man das Eis genießen kann, aber es lohnt sich auf jeden Fall. Und bei dem schönen Wetter draußen, kann man die Zeit auch gut mit einem Buch in der Sonne verbringen. 


Salzkaramelleis
(Rezept: Das beste Eis der Welt von Jeni Britton Bauer)

450 ml Milch
1 EL Speisestärke
40 g Frischkäse
1/2 TL Meersalz
300 g Sahne
2 EL Glukosesirup
150 g Zucker

2 EL Milch mit Speisestärke verrühren. Frischkäse mit Salz glatt rühren, die Schüssel sollte etwas größer sein, da hier später die Milch - Sahne - Mischung untergerührt wird.
Den Zucker in einem großen Topf karamellisieren lassen, anschließend vorsichtig die Sahne zugeben und gut verrühren. Glukosesirup, Salz und Milch hinzufügen und alles für 4 Minuten kochen lassen. Die Stärkemischung unterrühren und nochmals für 1 Minute kochen lassen, bis die Mischung andickt. Die Milch - Sahne - Mischung nach und nach mit dem Frischkäse verrühren. Die Masse in einen Gefrierbeutel geben und im Eiswasser abkühlen lassen. Anschließend die Masse in die Eismaschine geben, sobald das Eis fertig ist, in eine luftdichte Dose umfüllen und für mind. 4 Stunden in den Gefrierschrank stellen.

Wer mag, kann noch etwas Karamellsauce über das Eis geben :-)



Brombeer - Ricotta - Eis
(Inspiriert aus: Das beste Eis der Welt von Jeni Britton Bauer)

500 g Ricotta
350 ml Milch
2 EL Speisestärke
60 g Frischkäse
120 g Sahne
100 g Zucker
60 ml Glukosesirup

250 g Brombeeren
30 g Zucker
Saft von 1/2 Zitrone

Den Ricotta in ein Küchentuch geben und über Nacht im Kühlschrank in einem Sieb abtropfen lassen.

Am nächsten Tag die Brombeeren mit dem Zucker und dem Zitronensaft in eine Auflaufform geben und bei 150°C für 45 Minuten backen. Zwischendurch die Beeren umrühren.
2 EL Milch mit der Speisestärke verrühren, den Frischkäse glatt rühren (siehe Rezept oben).
Die restliche Milch, Sahne, Zucker und Glukosesirup in einen großen Topf geben, aufkochen und für weitere 4 Minuten kochen lassen, dabei immer wieder umrühren. Die Stärkemischung zugeben und solange weiter rühren, bis die Masse andickt. Die Milch - Sahne - Mischung nach und nach mit dem Frischkäse verrühren. Ricotta und Brombeeren zugeben und ebenfalls gut verrühren. Alles in einen Gefrierbeutel geben und im Eiswasser abkühlen lassen. Anschließend die Masse in die Eismaschine geben, sobald das Eis cremig ist, in eine luftdichte Dose umfüllen und im Gefrierschrank weitere 4 Stunden fest werden lassen. 
Wer Ricotta nicht so gerne mag, kann das ganze auch mit Joghurt oder Quark machen.


So, jetzt aber ab aufs Fahrrad!

Habt noch einen schönen Sonntag!