Donnerstag, 22. August 2013

Das schönste, traurigste Buch seit langem & ein Rezept für Focaccia mit Feigen und Ziegenkäse

Gestern morgen sechs Uhr vor dem Spiegel. Der erste Schock des Tages, die Augen verquollen, die Ränder unter den Augen gingen fast bis zur Nasenspitze. Und nein, es liegt nicht am Alter. Vielmehr lag es daran, das ich mir die halbe Nacht um die Ohren geschlagen habe, weil ich das Buch „Ein ganzes halbes Jahr" von Jojo Moyes einfach nicht aus den Händen legen konnte. Um 20 Uhr habe ich angefangen um 1:30 Uhr war ich fertig, geheult habe ich ab ca. 24 Uhr, bis zum Ende versteht sich. Und zwischendurch immer wieder die Frage, wie würde ich mich entscheiden? Wer das Buch nicht kennt, hier gibt es eine kleine Buchempfehlung. Es ist absolut lesenswert, ihr solltet aber die Taschentücher nicht vergessen!

So, und wie bekommt man von einem wirklich guten und traurigem Buch nun die Kurve zu einem Rezept für Focaccia mit Feigen und Ziegenkäse? Gar nicht, daher hier einfach das Rezept. Das Rezept ist mehr oder weniger ein Familienrezept und stammt von der Familie meines Onkels aus Italien. Das Focacciarezept stammt aus dem Süden Italiens und hat im Gegensatz zu dem aus dem Norden, einen dickeren Boden, der, wenn man es Richtig anstellt schön knusprig ist. Ein Stück davon, und man ist erstmal satt. Ich wünsche euch viel Spaß beim nachbacken.


Reicht für eine 26 cm Form:
4 kleine Kartoffeln, geschält
700 g Mehl
1 Hefewürfel
etwas Salz
Olivenöl
4-5 Feigen
1 Rolle Ziegenkäse
Honig
Thymian

Die Kartoffeln kochen, bis sie richtig schön matschig sind und dann mit einer Gabel gut zerdrücken. Das Mehl sieben, Kartoffeln, Salz und etwas Olivenöl zugeben. Den Hefewürfel in lauwarmen Wasser auflösen und zum Mehl gießen und einen glatten (eher zu weichen) Hefeteig herstellen. Den Teig mit einem Tuch abdecken und so lange an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich der Teig verdoppelt hat. Nun Olivenöl  in eine Focacciaform geben (ja, so etwas habe ich :-)), bis der Boden bedeckt ist. Mit einer 26cm Springform geht das, denke ich, aber auch. Den Teig in die Form drücken. Die Feigen waschen, vierteln und auf dem Boden verteilen. Die Form mit einem Tuch abdecken, und den Teig nochmals gehen lassen. 

Den Ofen auf 200°C vorheizen, sobald der Hefeteig aufgegangen ist, diesen mit etwas Olivenöl beträufeln und für 30 Minuten backen lassen. Den Ziegenkäse in Scheiben schneiden und mit dem Thymian auf der Focaccia verteilen. Die Focaccia für weitere 10-20 Minuten backen. Der Teig sollte oben schön kross und leicht braun sein, der Käse aber noch nicht verbrannt :-). Wer mag, gibt noch etwas Honig auf den Ziegenkäse und/ oder die Feigen. Die Focaccia aus der Form nehmen und genießen. Schmeckt warm aber auch kalt sehr lecker.





So, ich suche mir jetzt erstmal ein neues Buch für die Pendelei. Habt ihr irgendwelche Vorschläge?

Ich wünsche euch noch einen tollen (Lese-)Tag
Simone


Kommentare:

  1. Herrlich, das sieht so lecker aus! Einen Buchtipp habe ich spontan gar nicht, aber du findest schon was. Es ist immer schwierig, nach einem guten Buch schnell wieder ein anderes zu lesen finde ich.

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  2. Liebe Simone. Ich hab das Buch auch in einem Zug (und das auch noch im Zug von Zürich nach Cinque Terre) gelesen und hab Rotz und Wasser geheult. Das schlimmste war, ich musste es immer vor den Mitreisenden versuchen zu vertuschen. Dann muss man noch mehr heulen! Hach hach hach, ich werde schon wieder sentimental.. lieber schnell die Bilder deiner Focaccia anschauen.
    ♥ Sarah

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  3. Ich würde auch gerne mal ein richtig trauriges Buch lesen... habe aber bisher noch keins gefunden, bei dem ich wirklich durchweg heulen konnte.... meistens waren es immer nur ein paar Tränchen...
    Ich les´mir mal die Beschreibung durch, vielleicht spricht es mich ja an!
    Alles Liebe, Cathi von Carpe Kitchen!
    Ps.: Familienrezepte mag ich besonders gerne, da weiß man dann, dass das nur gut sein KANN!

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  4. Mensch Simone,
    ich fürchte, ich muss dich entfolgen. Okay, war natürlich nur ein Scherz. Aber dein Blog ist echt der erste, von dem ich JEDES Rezept ausprobieren will! Ich komme da aber nicht hinterher *lach*
    "Ein ganzes halbes Jahr" - ich habe das Buch auch geliebt, und ich habe natürlich auch Rotz und Wasser geheult. Das Tragische ist aber, dass man es nie wieder so lesen kann wie beim ersten Mal :-(

    Liebe Grüße
    Bec

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